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Montag, 2. Juni 2008

Job bei der Dharma-Initiative?

LOST-Fans aufgepasst, die DHARMA-Initiative sucht neue Mitarbeiter:

http://www.octagonglobalrecruiting.com/

Bin mal gespannt, ob sich jemand von denen bei mir meldet!

Montag, 26. Mai 2008

Der neue StarTrek - Film

Es gibt erste Eindrücke, auch wenn der Film erst in 12 Monaten auf die Leinwände kommen wird...

http://www.startrekmovie.com/

Donnerstag, 22. Mai 2008

Film: "Where in the world is Osama Bin Laden?"

Vorgestern hab ich mir hier im Kino o.g. Film angeschaut. Erwartungen hatte ich keine, aber der Regisseur (Spurlock, machte auch "Supersize Me!") versprach ja zumindest Kurzweil.

Während und kurz nach des Films fühlte ich mich prächtig amüsiert, erst später fielen mir immer mehr Unstimmig- und Einseitigkeiten auf.

Zunächst einmal: worum geht es in Spurlock's neustem Doku-Streich?

Seine Frau ist schwanger und er stellt sich auf einmal die Frage, in was für einer Welt sein Kind einmal wird aufwachsen müssen. Gewalt, Unsicherheiten, Kriege, Naturkatastrophen - ach ja, und Amerikas Todfeind Nr. eins, Bin Laden und seine Al-Qaeda-Gang.

Und da Spurlock seiner Regierung ungefähr so viel zutraut wie die meisten Amerikaner (nämlich gar nichts mehr) beschliesst er, in guter Superhelden-Manier das Schicksal der Welt in die eigene Hand zu nehmen. Geimpft und auf Terror- und Kidnap-Situationen vorbereitet begibt er sich in die gefährlichen Ecken der Welt - zunächst einmal nach Ägypten, dem "Ursprungsland des islamistischen Terrorismus".

Seine Reise führt ihn von dort aus über Marokko, Israel und die besetzten Gebiete, Jordanien, Saudi-Arabien bis nach Afghanistan und Pakistan.

Und überall stellt er dieselben Fragen: was haltet Ihr von den USA, den Menschen dort und der Regierung, was von Terror und Töten und was von Bin Laden. Und ganz wichtig: wo ist Osama??

Eine Mischung aus Ernst und Klamauk begleiten ihn, und er fragt ganz unterschiedliche Menschen: den einfachen Mann bzw. die einfache Frau von der Straße, Händler, politische und religiöse Aktivisten jeglicher Couleur und in manchen Ländern auch Vertreter der Mächtigen. In Israel präsentiert er v.a. die "hässlichen Juden", also Siedler und einen wütenden Mob Orthodoxer in Jerusalem, und die sind ja so viel gemeiner und fieser als der nette aber leider bettelarme Vater einer vielköpfigen marrokanischen Familie, der nach seinen Wünschen gefragt antwortet, er wünsche sich natürlich Bildung für seine Kinder und Frieden auf der Welt.

Hier sind wir auch schon beim Kernproblem des ganzen Films angelangt: Spurlock schafft es sogar, die schlimmsten und menschenverachtensten Bösewichte der saudischen Wahabiten-Diktatur zwar stasihaft krank und hoffnungslos rückständig, dennoch "irgendwie kauzig" darzustellen.

Ja, eine Momentaufnahme einer saudischen Moschee, in welcher der Imam zur Beseitigung aller Christen und Juden vom Planeten aufordert wird auch gezeigt, aber irgendwie ist die ganze "Reportage" seltsam verzogen und v.a. für den Kenner der islamistischen Materie seltsam "rechtfertigend".

Da wird klar: dieser Film ist hauptsächlich für Amis gemacht. Und zwar Amis, die keine Ahnung von der Welt haben, die in den Nachrichten immer nur die Bilder von arabischen Terroristen sehen und daher jeden Muslim sofort für einen glühenden Anhänger Bin Ladens halten. Spurlocks Botschaft ist sehr simpel: hey, Landsgenossen, die Mehrzahl der Leute in diesen "schlimmen Ländern" sind ganz normale Leute die sich um ihre Familie sorgen und die überhaupt keine Lust auf töten haben. Klar, sie hassen die USA, aber die meisten können zwischen "normalen Amis" und deren Regierung unterscheiden und würden Euch ja gar nicht persönlich den Kopf abschneiden - hey, das sind ja zum Großteil auch nur Menschen dort!"

Was für den aufgeklärten Europäer so hanebüchen und selbstverständlich klingt, scheint für viele Leute in Ameristan in der Tat eine neue Einsicht zu sein - zumindest in Bezug auf die bösen Araber.

Was mich an dem Film am meisten störte, ist die Einseitigkeit in Sachen Israel.

Da werden nämlich v.a. Bilder gezeigt, die einen denken lassen "die Israelis haben ja einen Sprung in der Schüssel" - dass extreme, tumb-religiös motivierte Siedler ("es war schon immer unser verheissenes Land") und aggressive Orthodoxe in Israel eben auch nur begrenzte gesellschaftliche Gruppen sind, dass sich ein Großteil der Israelis der schwierigen Umstände bewusst ist und sich nichts lieber wünscht, als gesprächsbereite Palästinenser, mit denen man vernünftig über eine Zwei-Staaten-Lösung sprechen kann (dass es aber auf Seiten der Palästinenser immer noch niemanden gibt, der die simple Tatsache der haushohen israelischen Überlegenheit und die Alternativlosigkeit zur Zwei-Staaten-Lösung einzusehen scheint; das die Palästinenser sich immer noch in einem Drogen-Traum -die Droge ist hier religiöser Nationalismus- ) befinden, sie könnten "ihr Land" "befreien" - das erwähnt der Film leider wenn überhaupt nur ganz am Rande, aber meiner Erinnerung nach gar nicht.

Dass schliesslich die Aussage, Al-Qaeda bediene sich der Nahost-Frage nur, weil sie wisse, dass sie somit in der gesamten islamischen Welt Sympathien sammeln kann, eben nur einen Teilaspekt der Realität darstellt, wird im Film auch nicht angesprochen. Wie auch, denn die GANZE Wahrheit würde ja den Anspruch des Films, die "guten Araber" zu präsentieren, sofort zu nichte machen.

Diese "GANZE Wahrheit" welche ich meine ist eine simple Tatsache: Muslime hassen Juden. Vom Maghreb bis nach Afghanistan werden Juden gehasst. Nicht Israel, nicht die israelische Politik. Sondern Juden. Hitlers Erbe liegt nicht etwa in der aktuellen israelischen Tagespolitik (auch wenn viele sogenannten "Linke" und "Gutmenschen" in Deutschland das gerne so sehen), Hitler Erbe, der absolute, blinde Hass auf alles Jüdische ist integraler Bestandteil der islamischen Persönlichkeit, des islamischen Selbstverständnisses.

Natürlich in unterschiedlich starker Ausprägung. In der Türkei mag es weniger stark sein (dort hat man ja auch genug "Feinde im Innern" wie die Armenier oder Kurden oder Aleviten, die man hassen kann), in Saudi-Arabien und im Iran ist der Judenhass inzwischen Bestandteil der Muttermilch.

Ich weiss aus Algerien dass dort schon die Generation meines Vaters von Klein auf mit Geschichten über Juden "versorgt" wurden, die den Antisemitismus zu einer tief verwurzelten, fast nicht mehr reparablen Sache machten.

Daher stellt Spurlock in seinem Film auch keines Mal die direkte Frage an Muslime: "Was denken Sie über Juden?" Er fragt hier und da versuchsweise nach Israel und dem Nahost-Konflikt, blendet aber rassisch-religiösen Hass gegen Juden komplett aus.

Ein weiteres Problem ist dass der Iran nicht besucht wird, aber dass könnte auch politische Gründe haben.

So kann ich als Fazit nur sagen: einseitig, platt, sentimental aber in keinster Weise investigativ. Schade eigentlich...

Welcome to Nerdistan!

Gestern war hier eine "Hobby Fair" wo Kolleginnen und Kollegen Stände hatten, um ihre Hobbies zu präsentieren oder bereits hier existierende "Clubs" sich vorstellten.

Und natürlich hab ich mir einige angeschaut, aber den meissten konnte ich widerstehen: dem Go-Club ebenso wie dem Redenhalter-Verein oder den diversen Sport-Circles. Beim "Kampf mit historischen Waffen"-Verein musste ich zwar staunen, denn schliesslich hatten die richtige Schwerter und Rüstungsteile dabei, aber auch hier dachte ich mir: zu extrem, viel zu extrem. Und schau dir die Typen an...all die bärtigen IT-Leute, die zu viel Lord of the Rings gesehen haben und sich jetzt für Zwerge und Krieger halten, die an die Türen ihrer Besprechungsräume Aufkleber der "Dharma Initiative" kleben? Die Modelle von StarWars-Raumschiffen auf ihren Schreibtischen stehen haben? Oder einen Mülleimer der wie R2D2 aussieht? Nein danke, mit denen will ich keine mittelalterlichen Kampftechniken simulieren!

Dann aber, als ich eigentlich schon auf dem Weg zurück zur Arbeit war.... SciFi-Fans Dublin?

Post von StarTrek, Babylon5 und Dune? Mal genauer hingeschaut, und schon in Gespräche über die Vorzüge von Babylon5 im Vergleich zu DS9 verwickelt oder warum Voyager mächtig saugt... hey, wo warn die Typen in den letzten 9 Monaten? (Ja, am 20.5. bin ich exakt 9 Monate hier gewesen...am selben Tag verlor ich offiziell und schriftlich den Trainee-Status - zwar rückwirkend zum 1.4., aber trotzdem - eine Geburt nach 9 Monaten!)

Und in der Tat: ich hab die Nerds und Geeks noch nie "bewusst" gesehen (ist auch nicht schwer bei inzwischen über 1500 Kollegen). Jetzt bin ich auf einer Mailinglist wo sich mächtig über SciFi und Fantasy unterhalten wird und ab nächster Woche gibt es regelmässige "SciFi-Lunches", und es ist vorgesehen, dass wir uns die komplette Babylon5-Serie abends nach der Arbeit in irgendeinem Konferenzraum per Beamer reinziehen...

...sounds like paradise to me! :-)

Samstag, 12. April 2008

Deep Space Nine - 7.Staffel

Habe mir jetzt die Slimeline-Edition der 7. Staffel geleistet.

Vor meinem Wegzug aus Deutschland hatte ich mir innerhalb weniger Wochen die ersten sechs Staffeln am Stück angeschaut (natürlich kannte ich auch da bereits alle Folgen noch von früher), leider hat die Zeit für die siebte und letzte Staffel nicht mehr gereicht.

Dieses Wochenende also legte ich los, und in Folge 4 "Take me to the Holo-Suite" gab es diesen einmaligen Dialog zwischen Chief O'Brien und Dr. Bashir.

Die Folge handelt von einer Herausforderung eines vulkanischen Captains, und zwar fordert er Captain Sisko zu einem Duell in Baseball (natürlich in einer Holo-Suite) auf.

Sisko hat nur 2 Wochen Zeit, seine Crew mit den Regeln vertraut zu machen und die absolut ungeübte Mannschaft auf das Duell mit den durchtrainierten Vulkaniern vorzubereiten.

Um sich ganz in die authentische Stimmung für dieses antiquierte Spiel zu versetzen, hat Chief O'Brien "Kaugummi" repliziert.

Verwundert fragt ihn Dr. Bashir, was das sei.

O'Brien: "Something traditional, they called it 'chewing gum'"

Bashir: "They just... chewed it?"

O'Brien: "No, they infused the gum with flavor"

Bashir: "What flavor did you infuse it with?"

O'Brien: "Scotch"

Allein die Vorstellung... klasse! Aber warum auch nicht, in Japan gibt es auch Kaugummis mit Grünem-Tee-Geschmack...

Montag, 24. März 2008

LOST - Season 4

Bekanntermassen bin ich ja ein großer LOST - Fan.

Auch die aktuelle vierte Staffel (die hier in Irland sogar mit nur +-3 Tagen Zeitverschiebung zu den USA ausgestrahlt wird!) ist mal wieder der absolute Hammer.

Leider leider (Streik der Drehbuchautoren?) scheint auch bei LOST diese Staffel mit weniger Folgen auskommen zu müssen als ursprünglich geplant - was den "Vorteil" hat, dass "Nebenstränge" weggelassen werden und jeder Teil ein ziemlicher Hammer ist.

Auch in meiner Firma scheint es genug Nerds zu geben, die Lost schauen, denn es gibt auch eine Firmeninterne Mailingliste für Lost-Fans, auf der sich nach jeder Folge ausgiebig unterhalten wird.

Wenn ich zurück denke, wie ich mit Lost anfing, kann ich nur sagen: Danke, Thomas!!! :-)

Einer meiner Kollegen machte uns auf eine interessante Theorie aufmerksam, welche so ziemlich alle Ungeklärtheiten der Serie erklärt - vorneweg: SPOILER! Wer sich überraschen lassen will, sollte diesen Link nicht öffnen. Allerdings muss gesagt sein, dass dieser Link zu einer Fan-Theorie führt, also natürlich nicht offiziell abgesegnet ist (wär ja auch ziemlich blöd von JJ, sowas zu tun).

http://www.timelooptheory.com/

Sonntag, 20. Januar 2008

"Men of Honor"

Einer der Filme, die ich nie sah, weil mich schon das Cover abschreckte: US-Navy-Film? Auch Robert DeNiro konnte mich nicht überzeugen - der hat zwar in so manchem Film geglänzt (Taxi Driver, Godfather 2 oder 3, weiss nicht mehr genau, The Untouchables etc...), aber auch in viel Müll mitgespielt - also ähnlich wie so manche "Hollywood-Grösse" (oder wie Sean Connery, hahaha) nicht unbedingt ein "Garant" für den Wert eines Filmes.

Da ich dank der umfangreichen DVD-Sammlung eines finnischen Freundes nun aber über dutzende von 1:1-Kopien solcher Filme verfüge (Kategorie: klar, Name kenne ich, war aber nie ausreichen motiviert, sie mir anzuschauen), habe ich vor, in nächster Zeit ab und an mal solch einen Film anzuschauen.

Gestern war wie gesagt "Men of Honor" (dt.: "Eine Frage der Ehre") dran. Der Film entpuppte sich mitnichten als Selbstglorifizierung des US-Militärs, sondern als die Nacherzählung eines echten biographischen Kampfes:

Erzählt wird die Geschichte des ersten schwarzen Absolventen der US-Navy-Taucherschule, der auch der erste "Master Diver" der Navy wurde. Und der seine Ausbildung zu einer Zeit ablegte, als es noch ein absoluter Tabubruch war, einen Schwarzen in die Navy zu anderen Dingen aufzunehmen als zum Kochen und Deck schrubben.

Dazu kommt noch, dass er bei einem Unfall ein Bein verlor und durchsetzte und bewies, dass er dennoch voll Einsatzfähig war. Dieser Mann hat also sowohl für die "afro-americans" als auch für die Behinderten grundlegende Rechte erstritten bzw. Neuland betreten.

Die Verfilmung seines Lebens ist natürlich sehr pathetisch. Cuba Gooding Jr. spielt ihn mit Denzel Washintonesquer Verve, Robert DeNiro mimt den grimmigen Drill-Seargant, halb Arsch, halb Unterstützer seines Schülers...

Alles in allem ein Film der "OK" ist und v.a. im letzten Drittel zu überzeugen weiss. Anfänglich hatte ich des Öfteren den refelxartigen Griff zum Auswurfknopf meines DVD-Laufwerks nur mit Mühe zurückhalten können...